Guaranteeing the highest quality products has always been our pursuit

Schwache Nachfrage und politische Instabilität belasten den US-amerikanischen Markt für recycelten Kunststoff: Er steht vor entscheidenden Herausforderungen

12-01-2026

Der US-amerikanische Markt für recycelte Kunststoffe steht an einem Scheideweg, und seine zukünftige Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob die Gesetzgebung klare und verbindliche Marktsignale aussenden kann.



Der aktuelle Markt steht vor drei zentralen Herausforderungen:


  1.  Doppelter Druck durch Nachfrage und Preis: Der Markt steht unter dem doppelten Einfluss niedriger Preise für Neuware-Kunststoffe und einer schwachen Endnachfrage, was mehrere große Recyclingunternehmen gezwungen hat, ihre Anlagen zu schließen und Investitionen einzustellen.

  2. Schrumpfung und Grenzen der Unternehmensverpflichtungen: Große Markenartikler (z. B. PepsiCo, Coca-Cola) haben ihre langfristigen Ziele für den Recyclinganteil in Kunststoffverpackungen sukzessive gesenkt, was die Tatsache offenbart, dass freiwillige Unternehmensverpflichtungen allein keine systemischen Investitionen bewirken können.

  3. Entscheidendes politisches Spiel: Das Fehlen einer einheitlichen, verbindlichen Richtlinie auf Bundesebene führt dazu, dass die Marktkräfte hauptsächlich von fragmentierten Programmen auf Landesebene abhängen. Die juristischen Auseinandersetzungen um Oregons EPR-Gesetz werden voraussichtlich zu einem nationalen politischen Indikator – das Urteil wird darüber entscheiden, ob die Recyclinginfrastruktur stabil finanziert wird oder ob es landesweit zu Verzögerungen beim EPR-Prozess und einem Vertrauensverlust bei Investitionen kommt.



Fazit: Da eine Durchsetzung auf Bundesebene fehlt, ist der Erfolg oder Misserfolg lokaler Maßnahmen (insbesondere der erweiterten Herstellerverantwortung) zur entscheidenden Variable geworden, die darüber entscheidet, ob die US-amerikanische Recyclingkunststoffindustrie die notwendigen Impulse erhält und eine weitere Verschlechterung vermeiden kann.



Anfang 2026 startete der US-amerikanische Markt für recycelte Polymere unter starkem Druck, darunter eine schwache Nachfrage, niedrige Kosten für Neuware und uneinheitliche politische Signale. Da es auf Bundesebene keine einheitlichen und verbindlichen Vorgaben für den Recyclinganteil gab, spielten Programme der einzelnen Bundesstaaten eine entscheidende Rolle bei der Einhaltung dieser Vorgaben. Die jüngsten Rechtsstreitigkeiten in Oregon haben die Branche zusätzlich verunsichert.


Am 14. Januar findet eine wichtige Anhörung zum Gesetz zur Modernisierung des Kunststoffrecyclings statt, das 2021 in Oregon in Kraft trat. Der nationale Verband der Großhändler und Distributoren (NAW) hat beim Bundesgericht einen Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht und argumentiert, dass das Gesetz, das vorschreibt, dass Hersteller und Distributoren mit einer einzigen Organisation zusammenarbeiten müssen, gegen die verfassungsrechtlichen Bestimmungen zum zwischenstaatlichen Handel verstößt.


Das Urteil in diesem Fall dürfte die Landschaft der erweiterten Herstellerverantwortungssysteme (EPR) in den Vereinigten Staaten grundlegend verändern: Sollte NAW obsiegen, könnte die Umsetzung der EPR in Oregon verzögert oder neu gestaltet werden, was das Vertrauen der Investoren in staatlich geführte Recyclingpolitiken weiter untergraben und sich sogar auf die Gesetzgebung und Durchsetzung der EPR in anderen Bundesstaaten auswirken würde; sollte das Gesetz von Oregon der Anfechtung standhalten, wird es die Finanzierung des Baus von Recyclinginfrastruktur sicherstellen und die Entwicklung von EPR-Systemen landesweit vorantreiben.


Unter dem Druck billiger Importmaterialien und eines Überangebots an Primärmaterialien stellten mehrere US-amerikanische Recyclingunternehmen im Jahr 2025 ihre Betriebe ein, darunter rPlanet Earth und Evergreen in Kalifornien sowie das Alpek PET-Recyclingprojekt in North Carolina.


Marktanalysen zeigen, dass die schwache Nachfrage Recyclingunternehmen zu wenig Investitionsanreize bietet, während gleichzeitig die freiwilligen Verpflichtungen der Endverbraucher zurückgehen. Zahlreiche Markenunternehmen haben ihre Nachhaltigkeitsziele reduziert. So senkte PepsiCo beispielsweise sein Ziel für den Recyclinganteil in Kunststoffverpackungen von 50 % bis 2030 auf 40 % bis 2035. Bereits 2024 hatte Coca-Cola sein Ziel von 50 % bis 2030 auf 35–40 % bis 2035 angepasst.


Zukünftig könnten Marken argumentieren, dass sie nicht in der Lage sind, ausreichend recycelte Materialien zu beschaffen, um ihre Ziele zu erreichen, insbesondere im Fall von nicht aus PET hergestellten Lebensmittelverpackungen, wo Gesetze extrem strenge Beschränkungen für die Materialauswahl vorsehen.



Branchenkenner betonen, dass freiwillige Unternehmensverpflichtungen allein nicht ausreichen, um Investitionen in die Recyclingbranche anzukurbeln, und dass das Fehlen bundesweiter Maßnahmen den Markt von lokalen Regelungen abhängig gemacht hat. Das Urteil in Oregon wird die Weichen für den landesweiten Prozess der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) stellen. Der US-amerikanische Markt für recycelte Kunststoffe steht an einem Scheideweg. Eine klare Gesetzgebung könnte sich als entscheidender Faktor erweisen und darüber entscheiden, ob Nachhaltigkeitsziele die notwendige Dynamik erhalten oder Gefahr laufen, weiter an Bedeutung zu verlieren.



Quelle: https://www.argusmedia.com/en/news-and-insights/latest-market-news/2771315-viewpoint-us-recycled-polymers-under-pressure


Holen Sie sich den neuesten Preis? Wir werden so schnell wie möglich antworten (innerhalb von 12 Stunden)

Datenschutz-Bestimmungen